Fördern?

Und jetzt? – heften wir uns einen grellen Buttom „Fördern-nein danke“ an die Brust? Die Versuchung ist groß. Ich sehe doch wie kompetent und vielfältig Kinder in einer anregenden Umgebung agieren. Brauchen sie wirklich so etwas wie „Förderung“? Die Frage ist wohl eher, was jeder von uns darunter versteht. Denken wir an „PISA-fähig“ – so bin ich eindeutig für den Button.

Mein „Förderprogramm“ besteht aus zwei Komponenten: unserem gemeinsamen Beginn, dem Morgenkreis, in dessen Runde das Sitzenbleiben und zur Ruhe kommen, für den einen oder die andere, eine echte Herausforderung darstellt. Zum zweiten biete ich eine tägliche „Aktion“ an, nach deren gemeinsamen Start jedem selbst überlassen bleibt, ob man dabei ist oder nicht. Ein Thema wird über eine Woche wiederholt und entwickelt, die Kinder sind direkt mit einbezogen.

Der Geschicklichkeitsparcour, Geschichtenbilderlegen, Malen, der Farbentanz mit Chiffontüchern, Sinnes- und Körpererfahrungen,
das Kinderorchester…. , die Ideen gehen mir eigentlich nie aus.
Manchmal sind wir dabei ein ausdauerndes Dreiergrüppchen,
dann wieder die ausgelassene große Runde. Die ein oder andere Anregung ist hierbei sicherlich wichtig. Wenn ich aber in die Gesichter schaue, sehe ich noch etwas anderes: die Freude an dem gemeinsamen Tun, das Erleben von Gemeinschaft!