Freiraum und Regeln

Ich biete den Kindern die Möglichkeit, einen Teil des Tages selbstbestimmt
zu verbringen. Freie Spielzeug- und Raum-auswahl, freie Wahl der Spielpartner bzw. der Spielthemen und natürlich die Möglichkeit sich selber ganz „herauszunehmen“ – einfach weg zu träumen.

Es gibt im „freien Spiel“ oder in den „Angeboten“ sehr wenig Zwänge,
dies oder jenes zu tun. Anregungen basieren auf dem Prinzip Neugier,
Spaß oder Ehrgeiz zu wecken.

Ich traue Kindern dieser Altersgruppe ein hohes Maß an sozialer Kompetenz zu. Auch wenn sie anders agieren als wir Erwachsenen, sind sie durchaus sehr häufig in der Lage Konflikte alleine auszutragen, Ungerechtigkeiten untereinander zu klären, andere in Schutz zu nehmen oder ihnen zu helfen. Im gegenseitigen Anregen und dem Lernen voneinander, sehe ich große Entwicklungschancen.

Ebenso wichtig, ist das Heranführen an ein festes, überschaubares Regelgefüge. „Fest“ bedeutet für mich: die Regeln sind klar umrissen, verständlich und für alle zutreffend.
„Überschaubar“ bedeutet: nur Dinge, die mir wirklich wichtig erscheinen, werden als Regeln formuliert.

Neben den Raum- und Essensregeln, werden auch unsere „Umgangsformen“ umrissen.
Beim verletzenden Hauen, Treten, Spucken oder Beißen hört die selbstbestimmte Konfliktlösung auf, ebenso bei groben Beschimpfungen oder Demütigungen. Jeder soll zwar seinen Weg finden, seine Interessen zu vertreten, die Integrität der anderen Personen muss jedoch geachtet werden. Die Basis der Definition von „Umgang“ ist mein Werteverständnis als bekennende Christin.